We All Have A Plan

Slicker - We All Have A Plan

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Love is in the machine. Wenn Laptop-Frickler heftig verknallt sind, Schaltkreise vor Hingebung glühen, dann wird aus spröden IDM-Anordnungen schon einmal plüschweich electro-poppiger Lobpreis an die Angebetete. Slicker aus Chicago macht es vor.

Eigentlich heißt Slicker mit bürgerlichem Namen John Hughes III und kann mit einer Vita aufwarten, die vielen anderen Midtwenties Neidesröte ins Gesicht treiben kann: als Sohn DES John Hughes, seines Zeichens als Regisseur verantwortlich für z.B. "Ferris macht blau" oder "The Breakfast Club", kommt er schon frühzeitig mit Show- und Musikbiz in Kontakt, beginnt bereits in sehr jungen Jahren mit dem Produzieren eigener Musik, zeichnet verantwortlich für diverse Soundtracks (u. a. für Asia Argento) und gründet gemeinsam mit Telefon Tel Aviv sein eigenes, mittlerweile wohl renommiertes Label Hefty Records. Ebenda erschien vor kurzem auch sein viertes Album "We All Have A Plan", auf dem sich Slicker sehr nachhaltig von seelenloser Frickelelektronik lossagt und Einflüsse aus Soul, Electro, Afrobeat und HipHop mit abstrakter Klangforschung kurzschließt. Das eklektizistische Ergebnis nennt er selbst großspurig Future Roots Music und man muss kein großer Prophet sein, um dafür in der erweiterten Anhängerschaft von Matthew Herbert und Co. großes Potential zu sehen. Und gerade weil das Album in hiesigen Gefilden noch seiner Veröffentlichung harrt, bietet die zum Download bereitgestellte Single "Knock Me Down Girl" (neben einem verstrahlten HipHop-Track auf der Compilation "Futurism Ain`t Shit To Me") einen ersten und beachtlichen Eindruck. Einen, der ausgestattet mit einer eleganten Produktion aus verträumten Bläsersätzen, Vocodereffekten und Electro-Grundierung von Frauen erzählt, die einen schier umhauen können in ihrer Wunderbarkeit. Wir alle kennen sie. (cp)

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