Reloaded

Smif´n´Wessun - Reloaded

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend

Es grenzt an ein Wunder, dass Smif´N´Wessun immer noch, besser: wieder, Platten veröffentlichen. Trotz Namensänderungen, Rechtsstreitigkeiten und Label-Pleiten haben sie nicht aufgegeben.

1998 standen die beiden MCs Tek und Steele aus Brooklyn kurz vor der Veröffentlichung ihres Debuts, als sie ein bekannter Waffenfabrikant per einstweiliger Verfügung stoppte. So bitter und zynisch ist das Leben bisweilen. Rüstungsfabrikanten müssen vielleicht so sein, egal ob der Krieg im Irak oder vor der eigenen Haustür stattfindet. Ist ja schließlich nur ein Job… Doch Tek and Steele sind hart im Nehmen und entscheiden sich, das Album als „Cocoa Brovaz“ zu releasen. Sogar einen Vertrag bei Rawkus können sie ergattern. Leider kommen sie zu spät, die große Zeit des Labels ist passé. Bevor es zur Veröffentlichung des Albums kommt, geht Rwakus in die Pleite. Tek und Steele stehen wieder ohne Deal da. Mit „Reloaded“ sind die beiden jetzt in den Armen der Boot Camp Clik um Talib Kweli gelandet. Honorige East-Coast-Producer wie Roc Raida (Ex-X-Ecutioner) oder Da Beatminerz sorgen für den richtigen „In your face“-Sound. Trockene Bässe, einfache, aber umso mächtigere Beats, heisere Stimmen, die dunkle Geschichten erzählen. Smif´N´Wessun pendeln zwischen der Drogen geschwängerten, morbiden Härte von Mobb Depp zu besten „Hell on Earth“-Zeiten und der Klarheit von Talib Kwelis „Reflection Eternal“. Auch wenn die Steckschüsse fehlen: tausend Mal gefährlicher als jeder 50 Cent. (fs)

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