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Live From Rome

Sole - Live From Rome

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Der Jack Kerouac des Rap

Wider die Nivellierung auf niedrigst möglichem Niveau: das Anticon-Aushängeschild nimmt auch weiterhin kein Blatt vor den flinken Mund. Warum auch.

"Black rappers, white rappers, chill with your insecurities: we all get screwed the same when dude closes his company." Wer befürchtet hatte, Tim Holland aka Sole würde nach dem für die Maßstäbe eines Underground-HipHop-Albums erstaunlichen Erfolg seines 2003er Werkes "Selling Live Water" an Schärfe verlieren oder sich selbstgerecht zurücklehnen, der darf beruhigt werden. Schließlich besteht dazu für einen wortgewaltig-sarkastischen Mahner wie ihn in Zeiten wie diesen überhaupt kein Grund. Sich und seine Musik sieht Sole auch weiterhin im Energiefeld von Rap und Poetry verankert, dort, wo der Existenzialismus von Beat-Poeten wie Ginsberg & Kerouac auf die grobmäulige Ruppigkeit eines Ice Cube trifft. Auch auf seinem neuen, dem mittlerweile dritten Solo-Album "Live From Rome" (wenn man von seinem letztjährigen Debüt seines Alter Egos Mansbestfriend absieht) gelingt es ihm mit oft atemraubendem Stakkato-Flow Selbstreflexion, Big pimpin` und grimmige Gesellschaftskritik zu einem beeindruckenden Stream of consciousness zu verdichten. Die Gewichtung hat sich jedoch neuerdings deutlich zugunsten von letzterem verlagert – nachhaltig belegt vom beißenden "Sin Carne". Stichwort: "God save the whales – a seat at the bar". (cp)

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