Fermate/Mobilé

The Sounds Inside - Fermate/Mobilé

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Pop vs. Sturm und Drang
Wie erfrischend es ist, einmal ohne Berlin, Hamburg oder Köln ins Schwärmen zu kommen. Natürlich gibt es Tausende bewegende Bands in anderen Kleinstädten, doch heute bekommt Oldenburg seine 15 Minuten und The Sounds Inside hoffentlich noch mehr Fame.

Das Duo um die beiden Musiker Torge Hüper und Simon Bahlmann zeigt sich ausgesprochen offenherzig im Umgang mit unbeschwertem Indiepop und dessen gleichzeitiger Verwüstung. Die beiden wollen den großen Popsong, jedoch fern der sich anbiedernden Belanglosigkeit. Also nicht nur überzuckerte Vorortprosa über die unerreichbare Liebe, nicht nur Gitarren, sondern auch Sampler, übersteuerte Filter und die Freude an der versteckten Harmonie mitten im Lärm. Das hat nichts mit Dilettantismus zu tun. The Sounds Inside können Pop und Sturm-und-Drang bereits von oben betrachten, so dass sich die Stücke ihres Debütalbums „Fermate/Mobilé“ schon im Interim von spätpubertärem Ausdruckswahn und erwachsener Balance befinden, ohne die naive Leichtigkeit verloren zu haben. Das ist alles noch nicht ganz perfekt, aber auf einem guten Weg aus Oldenburg hinaus. Und damit das möglichst viele begreifen, haben die beiden ein eigenes Label namens Kopfmusik Records gegründet. (jw)

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