Mysterious Phonk: The Chronicles of SpaceGhostPurpp

SpaceGhostPurrp - Mysterious Phonk: The Chronicles of SpaceGhostPurpp

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Gerappte Hypnose

LA Raiders-Kappe, schwarze Lederjacke, SpaceGhostPurrp kleidet sich, als wäre er Ehrenmitglied bei N.W.A. Dabei kennt der 21-jährige aus Miami deren Songs nur aus zweiter Hand und stilisiert sich auf seinem Debütalbum „Mysterious Phonk“ als „Black God“ des Hip-Hop.  

Der Sonnenstaat Florida ist ein Paradies für Rentner, die Sonne scheint verlässlich, das Meer ist wunderbar blau und die Menschen schön. SpaceGhostPurrp mag durch seinen Nebel aus Dope und Codein eine andere Sichtweise auf Miami haben, dass er die Stadt als Vorhof zur Hölle zeichnet, bringt das schöne Florida-Bild aber doch ins Wanken. Zudem erscheint sein Debüt beim britischen Indie 4AD und zeigt, dass in der Popmusik Genres inzwischen genau so nichtssagend sind, wie geographische Grenzen bei der Produktion keine Rolle mehr spielen.

Die sozialen Befindlichkeiten, die SpaceGhostPurrp im Opener „Mystikal Maze“ beschreibt sind dann auch universell formuliert: „If it don't make dollars then it don't make sense/I always try to smile but the world is fake, the world is a house with the yard full of snakes./I don't have money, I don't have cars, All I got is the truth and a couple of bars.“ rappt er zum tiefergelegten und stark verlangsamten Miami Bass-Beat. Der Flow, mit dem SpaceGhostPurrp seine düstere Abrechnung mit dem Amerikanischen Traum rappt, ist bedächtig, trotzdem beeindruckend kraftvoll. Wie ein Hypnotiseur steuert SpaceGhostPurrp dabei durch Songs wie „No Evidence“, das in voller Länge sogar die Brücke zu Trip-Hop schlägt. Noch so ein Ding, das SpaceGhostPurrp, Jahrgang 1991, nur aus zweiter Hand kennt, und sich für seine Zwecke zurechtbiegt.

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