"Showroom“ des Erewhon-Labels

ß-Seed - "Showroom“ des Erewhon-Labels

Redaktionswertung: 
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herausragend
Obskur und phantastisch
ß-Seed. Noch nie gehört? Geht fast jedem Musikkritiker so. Wird vielleicht sogar so bleiben. Dieses Stück aber hat der unbekannte Belgier für die Ewigkeit der Synthesizer-Musik gemacht.

Kommt aus Belgien. Hat irgendwie was mit dem reichlich spezialisierten Label Erewhon zu tun. Tritt, wenn überhaupt, dann in Kunstprojekten in Erscheinung. Das ist fast schon alles, was über ß-Seed bekannt ist. Doch das große Rätsel der avancierten elektronischen Musik lässt wenigstens seine Musik sprechen, auch im Netz. Auf der "Showroom" genannten Download-Seite von Erewhon hat er einige seiner Tracks zugänglich gemacht. Es sind einfach aufgebaute, minimalistische Elektronika-Stücke. "Defrost Take 1" strahlt seine abstrahierten Dudelsack-Signale in die Ewigkeit aus. Dieses Stück existiert neben allen Moden und Schulen der elektronischen Musik und kann neben Raymond Scotts "Soothing Sounds For Babies", Brian Enos "Music For Airports" und Ovals "Systemisch" gestellt werden. Synthesizer-Musik, die aus sich selbst heraus spricht: Langsam baut sich die Grundsequenz aus einigen wenigen Tönen auf. Sie kreisen in einer leicht quietschigen Klangfarbe umher, bis sich der Schlüssel-Sound in den Vordergrund drängt. Der Rest ist Quäken im Dudelsack-Stil. Das berührt unmittelbar und ist gleichzeitig eine Reflexion über Musik. Ausatmen. (cb)
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