In Our Bedroom After The War

Stars - In Our Bedroom After The War

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Das letzte Album „Set Yourself On Fire“ war ein glänzendes Werk, das weite Kreise zog und viele Liebhaber hatte. Eine undankbare Position für den Nachfolger, so umwerfend schön seine Geschichte auch ist.

Manchmal meint man, dass diese Band um Torquil Campbell und Amy Millan auch The Cardigans sein könnten, die selbstredend und unvermeidbar etwas Broken Social Scene beeinflusst sind, eine Air-Sozialisation hinter sich haben und in unregelmäßigen Abständen ihren Anflügen polternder Noisigkeit Raum geben müssen. Aber all diese Dinge passieren ja nur im Hintergrund, denn eigentlich herrscht hier nur ein Duo: die große Klar- und Schlichtheit. Fern von jeglichen Neuerfindungen und überfrachtenden Verschleierungen wird auf Popübersicht gebaut und kein Versteck oder Ablenkungsmanöver zugelassen. Da darf man auch schon mal kurz Richtung Schmalz schielen, vorausgesetzt, dass man nicht lang darin versinkt. Und das tun die Stars auch ein weiteres Mal nicht. „In Our Bedrooms After The War“ klingt fast wie ein kleines Popmärchen: Singend, tanzend, mit dem Mikro in der Hand, wird alles in Leichtigkeit gebadet, das Dunkle erhellt und ein Zwiegespräch zwischen Herz und Seele vertont. Hoffnungslos romantisch und verloren scheinen sich Amy und Torquil zu unterhalten, sich gegenseitig Liebe und Hoffnung ins Ohr zu singen. Und plötzlich tanzen sie los, singen mit einem Lächeln auf den Lippen, liegen sich in den Armen und lassen nicht mehr los. Ein schönes Hörerlebnis, verursacht durch ein schönes Album. Ob es dem Vorgänger auf lange Sicht das Wasser reichen kann? Man höre und antworte selbst. (bb)

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