Album

Stateless

Stateless - Stateless

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Fragile Opulenz

Sie wurden heiß gehandelt, aber sträflich missachtet. Stateless, ein Quintett aus der musikalisch bunt durchwachsenen Gegend von Leeds, kam im letzten Jahr mit einem Debüt um die Ecke geschlichen, das auch 2008 noch jedem uneingeschränkt ans Herz gelegt sei.

Die Mixtur der verschiedensten Genres ist interessant, aber auch ein alter Hut. Rock meets Electro, der Hip Hop macht mit der Klassik herum und Bastarde verwurschten ja bekanntlich eh alles. Auch Stateless mischen so einiges zusammen, bauen im Zuge dessen aber vor allem auf eines: knisternde Spannung mit tiefschürfenden Berührungspunkten. Festgehalten haben sie dies auf ihrem Debüt, das bereits im letzten Jahr veröffentlicht wurde.

Aber wer bekam das eigentlich mit? So gut wie niemand. Selbst der sonst so gut bestückte Musikfachverkäufer zuckt unwissend mit den Schultern. Aber dabei ist diese Mischung aus Alternative Rock, Trip Hop, Ambient und einer herzzerreißenden Prise Mollton-Pop so hörenswert. Was hier an UNKLE erinnert, liegt wirklich nah: DJ Shadow, ein begeisterter Stateless-Fan, hatte nämlich Sänger Chris James für einen Gastauftritt auf „The Outsider“ und kurzerhand die gesamte Band als Toursupport gewinnen können.

Diese Band sei im Nachhinein und nachhaltig jedem ans Herz gelegt: Mit ihren Gitarren, die sich leidenschaftlich gern auch mal zurückhalten, um den elektronischen Kleinigkeiten, dem Piano, den Streicher, den Turntables und (Break-)Beats Platz zu machen. Über allem steht und schwelgt der Gesang, dieser zutiefst berührende. Opulenz trifft auch Fragiles. Das ist spannend und unbeschreiblich schön.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

Download & Stream: 

Alben

Ähnliche Künstler