Album

Freedom Of Noise

Static - Freedom Of Noise

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Redaktionswertung: 
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herausragend
Hörbarer Reifeprozess

Manche Alben brauchen Zeit, um reifen zu können. Bei Static, dem Solo-Projekt des Berliner Musikers Hanno Leichtmann, ist die Qualität eines solchen Reifeprozesses in jedem Stück des neuen Albums herauszuhören.

Fünf Jahre ist es her, dass Leichtmann als Static sein letztes Album herausbrachte. In der Zwischenzeit war er keineswegs untätig. Er brachte unter anderem Namen experimentellere Electronica-Alben heraus und lotete mit Andrew Pekler und Jan Jelinek in dem Trio Groupshow die Improvisations-Möglichkeiten für Electronica aus.

In den Momenten dazwischen setzte er sich immer wieder an Static, fand jedoch erst in der improvisierten Zusammenarbeit mit drei anderen Musikern an Trompete, Saxofon und Harfe den Schlüssel für eine Weiterentwicklung seiner ebenso poppigen wie vertrackten Herangehensweise.

„Freedom Of Noise“ schlägt denn auch einen weit musikalischeren, beiläufig jazz-inspirierten Klangraum auf. Zusammen mit weiteren Instrumentalisten bringt er Loops und improvisierte Parts zusammen. Teils in innerer Ruhe mäandernd, teils zart-eingängig durch den Pop-Appeal der Gastsänger.

„Freedom Of Noise“ klingt nach einem feinen Abwägen der musikalischen Möglichkeiten und nach einem reifen Umgang an der Schnittstelle von akustischer und elektronischer Musik. Das Stück „Motobecane“ ist ein Bonus zum Album.

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