Real Emotional Trash

Stephen Malkmus And The Jicks - Real Emotional Trash

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Stephen Malkmus ist bekannt. Nicht nur wegen seiner Pavement-Vergangenheit und auch nicht nur aufgrund seines feinen, ja fast staubigen Humors. Nein, Malkmus ist bekannt als die Lässigkeit in persona.

Fast schon schluffig, äußerst schludrig oder auch einfach nur unprätentiös genial könnte man den Style von Malkmus nennen, der sich wie ein roter Faden durch sein Œuvre zieht. Ein Style, der keiner ist, sondern eher eine Art zu leben darstellt. Über 40 Jahre dieses Lebens hat er bereits auf dem Buckel, davon mehr als die Hälfte gefüllt von seiner Art von Musik. Lo-Fi, Indie-Speck und musikalische wie textliche Anarchie – all das verkörperte Malkmus.

Und er hat es auch noch immer stecken! „Baltimore“ bietet sechseinhalb Minute Gitarrenindiekram, der sich selbst auch im Jahre 2008 noch gerne spielen hört. Gitarrensoli, die man nicht ernst nimmt und deshalb so sehr mag, ein Text, der so freigeistig wie in pointiert ist und eine Lässigkeit, die heutzutage sonst nur als eine aufgesetzte zu sehen ist. Das dazugehörige Album (das vierte auf seinem Quasi-Solopfad) erscheint im März dieses Jahres, trägt den Titel „Real Emotional Trash“ und ist die Vertonung der aus sich herausgewachsenen, aber doch stets treu gebliebenen 90er des Malkmus’schen Indietums - das ist liebenswert wie eh und je.

Und wer sich fragt, wer oder was um alles in der Welt ein „Jick“ sein soll, der bekommt von Stephen die glasunklare Schluffi-Antwort: „J from Jagger plus Mick minus M“. Lässig.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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