Album

Ghosts Outside

Steve Mason - Ghosts Outside

Redaktionswertung: 
schlimm
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herausragend
Geisterstunde in Dub

Steve Mason bleibt unberechenbar. Nach einem Ausflug in den Electro-Pop als Black Affair hat er sein aktuelles Album „Boy Outside“ in die Hände von Reggae-Produzent Dennis Bovell gelegt, der daraus eine Sternstunde des Dub gebastelt hat.

In der kurzen Zeit ihres Bestehens erhob die Beta Band den Stilexzess zum Wesensprinzip ihrer überbordenden Popsongs. Doch trotz prominenter Platzierung in „High Fidelity“, dem Lieblingsfilm aller Listennerds, gelang den Schotten nie der erhoffte Durchbruch. Seit dem Split der Band ist Sänger Steve Mason solo unterwegs und schuf 2008 mit „Pleasure Pressure Point“ ein bemerkenswertes Electro-Album. 2010 veröffentlichte er mit „Boy Outside“ das erste Album unter seinem Geburtsnamen.

„Ghosts Outside“ ist die Dubversion davon. An den Reglern saß mit Dennis Bovell einer der ganz großen Namen des UK-Reggae. Bovell arbeitet seit Jahren mit Linton Kwesi Johnson zusammen und hat unter anderem Alben für Madness, Orange Juice, The Pop Group oder Bananarama (sic!) produziert. Entsprechend souverän fällt sein Dubzugriff auf Masons Songs aus. Wie ein Geist schwirrt Masons Stimme durch die Überarbeitungen, den Originalen ist in Bovells Echokammer fast alles verloren gegangen. In gemächlichem Tempo mäandern die Tracks von links nach rechts und Masons brüchig-weiche Stimme klingt hier erstmals so als hätte sie endlich ein Zuhause gefunden.

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