Mondpunk

Strom & Wasser - Mondpunk

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Lockere Politik

Erwartungsgemäß ist das neue Strom&Wasser-Album keine ganz leichte Kost. Erneut baut Sänger und Songschreiber Heinz Ratz mehr unschöne Details aus unserer Gesellschaft in seine Lieder ein, als man manchmal hören möchte. Nur gut, dass er dabei nicht auf spröde Parolen setzt.

Ratz’ Politik unterliegt den Regeln des lockeren Entertainments. Auf „Mondpunks“ wird so gekonnt parodiert und mit Worten jongliert, dass einem die aufgedeckten Abgründe immer auch ein Schmunzeln entlocken. Mit trockenem Humor erzählt Ratz vom „Plastikpuppenboy“ und dessen Plastikpuppenherz, von „Staubproduzent vs. Bioladenbesitzerin“ und vom Bösen im „Lächeln von Dieter Bohlen“ („Wenn irgendwo auf der Welt einer lacht, weil ein anderer fällt, und genießt, wie der andere litt, lacht der heimliche Teufel gleich mit“). Die schmirgelschroffe Stimme des Frontmannes erinnert dabei teils an Tom Waits, teils aber auch nur an Frank Zander. Konstant spannend klingen dagegen die musikalischen Arrangements, die sich zwischen rauem Punk, Polka und Reggae bewegen. Hübsch gemacht und eine nette Ablenkung von der botschaftsreichen Lyrik.

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