Carrie & Lowell

Sufjan Stevens - Carrie & Lowell

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Back to the Roots

Das Warten war lange, doch um so mehr dürfte es nun Fans des amerikanischen Singer/Songwriters Sufjan Stevens freuen, dass er mit "Carrie & Lowell" zu seinen Folk-Wurzeln zurückkehrt und sich in bester Form zeigt.

Zu Beginn des Jahrtausends legte der US-amerikanische Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist noch ein erstaunlich hohes Tempo in Sachen Veröffentlichungen hin. So entstanden zwischen 2000 und 2005 ganze fünf Alben. In den Folgejahren widmete sich das Ausnahmetalent Soundexperimenten und verspulten Klangkollagen.

Mit "The Age Of Adz" präsentierte er 2011 zum ersten mal wieder ein 'konventionelles' Studioalbum. Doch auch hier war wenig von dem rührenden Folk der Vorjahre wenig zu hören.

Mit seinem am 26.März erscheinenden Album "Carrie & Lowell" kehrt er nun wieder zu seinen Folk-Wurzeln zurück. Der Sound erinnert an Songs des Albums "Illinois" und klingt doch abgehangener, gereifter, eben so wie guter Folk im Jahre 2015 klingen soll.

Auf dem Album verarbeitet die Beziehung zu seiner depressiven und alkoholkranken Mutter. Wenn er dann allerdings wie in "Fouth Of July" singt "We are all gonna die", dann nicht mit der Verzweiflung eines Schwermütigen, sondern mit einer gelassenen Transendenz. Bei Carrie handelt es sich nämlich um seine Mutter und Lowell Brams ist sein Steifvater, der auch das Label Astmethic Kitty leitet, auf dem Sufjan veröffentlicht. 

Mit reduzierter Instrumentierung verarbeitet Sufjan hier, was ihn wirklich beschäftigt. Nichts mehr von dem überhebenden Kunstcharakter alter Alben. Hier geht es um Introspektive, ums Eingemachte. Damit erinnert er an große Songschreiber wie Elliot Smith. Selten wissen Musiker wie man so geschickt zwischen Licht und Dunkel tanzt. Die grandiose Rückkehr von einem der talentiertesten Songschreiber unserer Zeit.

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