Album

8000 Mark

Supershirt - 8000 Mark

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mit Presets und Parolen

Seit der Mediengruppe Telekommander ist das Set-Up wohl bekannt und weit verbreitet: man nehme zwei junge Männer, lasse sie beliebige Parolen zu lauten elektronischen Beats gröhlen und peitsche so den Tanzflur in Extase. Auch Supershirt lassen auf ihrem Album kein Klischee aus.

Es ist eine alte Tradition aus Punk-Zeiten, sich nicht lange mit seinen Instrumenten aufzuhalten. Rauf auf die Bühne und loslegen: so entstand Ende der 70er eine Bewegung, deren Geist heute noch nachwirkt und vor allem in Berlin noch omnipräsent ist. Doch statt Gitarren nimmt man heute lieber gleich Keyboards und Sampler zur Hand, denn dort gibt's ja alles gleich als Preset, per Knopfdruck abrufbar. Zudem lässt sich dazu viel besser tanzen, als zu einem humpelnden Beat eines Schlagzeug-Dilletanten.

Auch textlich orientieren sich Supershirt am Punk, wo ein paar eingängige Parolen reichen, um zu provozieren oder einfach nur Spaß zu haben und um mehr soll es hier auch gar nicht gehen. Während der hier verlinkte Titeltrack doch eher bemüht witzig daher kommt, bietet das Album einige schmissige Electropunk-Ohrwürmer ("German Psycho", "Mutters Probleme"), aber auch einige Tracks, die harmlos poppig wie Spotfreunde Stiller auf Ecstasy ("Prinzessin Bad", "Überall Menschen") daherkommen.

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