Hell In Hell

Surrogat - Hell In Hell

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Infernaler Rock on Top
"Rausch, Wahnsinn und Maßlosigkeit. Surrogat on Top"! Auch nach der schmerzhaften Trennung von seinem eigenen Label Kitty-Yo denkt Patrick Wagner überhaupt nicht daran, sich in Bescheidenheit zu üben.

Im Gegenteil: lauter, selbstbewusster und maßloser als je zuvor präsentiert sich das Berliner Rocktrio auf seinem neuen Album "Hell In Hell" und schafft damit sogar den Durchbruch ins hartgesottene Metallager. Der Vergleich mit AC/DC wird wieder nicht verstummen, doch die sloganartige Sprache und die konsequente Weigerung, gerade Takte zu spielen, macht Surrogat in der deutschen Rockszene einzigartig. Das neue Album erscheint jetzt nicht mehr beim Indie Kitty-Yo, der ursprünglich eigens für Surrogat gegründet wurde, sondern beim Majorlabel Motor Music. Musikalisch gesehen tut das dem ungezügelten Rebellieren gegen alles und jeden aber keinen Abbruch. Für ihre erste Single haben sie sich direkt ein Motto ausgeborgt, von einem der`s wirklich wissen muss: "Rene Weller ist immer oben. Und wenn Rene Weller unten ist, ist unten eben oben." Klar, dass der schöne Rene dann gleich noch im Video zu "Hell in Hell" mitspielt, denn wer verkörpert den absoluten Willen, sich von nichts und niemanden unterzukriegen lassen mehr, als der ehemalige Boxprofi und Knacki? Und auch Surrogat lassen sich nicht unterkriegen. Nicht vom eigenen Label, nicht vom hochkantigen Rauswurf als Supportact von Queens Of The Stone Age. Je mehr Steine im Weg liegen, desto mehr scheint diese Band zu brennen. Und zwar im positiven Sinn. Und dann nehmen sie es mit allen auf. Vor allem mit denen, die nur kollektiv rumjammern, statt ihr Leben abzufeiern. Insofern ist "Hell In Hell" die politischste und aufwühlendste Hardrockplatte seit Langem und ein Tritt in den Arsch zur richtigen Zeit. (ur)

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