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The Silicon Veil

Susanne Sundfør - The Silicon Veil

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Barocker Pop

In ihrer Heimat Norwegen ist Susanne Sundför ein Star. Mit ihrem Debüt stand sie dort 30 Wochen lang in den Charts und kann seitdem auch das norwegische Königshaus zu ihren Fans zählen. Jetzt veröffentlicht sie mit „The Silicon Veil“ ihr zweites Album, ein düsteres Popalbum, das an die Nieren geht.

Manchmal braucht es den Umweg über ein Video, um sich ein Album zu erschließen. Das Video zu Susanne Sundförs „The Silicon Veil“ gehört in jedem Fall zu den besten Videos des Jahres: Prostitution und Transsexualität werden hier auf knapp fünf Minuten so verdichtet, dass sie für diese Themen mehr sensibilisieren als jedes Aufklärungspamphlet. Das darin gezeigte Schlangenwesen wirkt dabei so irreal wie Susanne Sundförs Musik in ihren besten Momenten.

Zugegeben, der Einsatz ihrer Stimme erinnert mehr als einmal an die Opernsängerin aus Tim & Struppi, das ändert aber nichts an der Eindringlichkeit ihrer Lieder. The Knife kommen einem beim Hören von „The Silicon Veil“ in den Sinn, Kate Bush und Tori Amos, denn auch Sussanne Sundför versteht es mit ihren Chorälen zu verstören. Als läge ein Grauschleier auf den Songs des Albums, gegen den Susanne Sundför immer wieder ansingen muss um durchzudringen. Das ist ebenso barock wie intensiv, und ist am Ende Popmusik für die „Dark Side Of The Moon“. Auf die mag man sich nicht jeden Tag einlassen, wenn dann aber mit ganzem Herzen!

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