Album

Adamo: Late Victorians

Sylvia Alimena - Adamo: Late Victorians

Label: 
Komponist: 
Mark Adamo
Interpret: 
Sylvia Alimena, Dirigentin
Ensemble: 
Eclipse Chamber Orchestra
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Gebet für Harfe und Streicher

Mark Adamo ist ein zeitgenössischer amerikanischer Opernschaffender, der immer öffter Ausflüge ins symphonische Fach wagt. Die CD Late Victorians sorgt für einen guten Einblick in das orchestrale Werk dieses interessanten Komponisten.

Mark Adamo, geboren 1962, gilt gegenwärtig als einer der interessantesten Opernkomponisten und –librettisten. Von 2001 bis 2006 war Adamo Composer-in-residence an der New York City Opera. Adamo lebt als offen homosexueller Mann, seit 2008 ist er mit seinem Partner, dem noch weit bekannteren Komponisten John Corigliano, verheiratet.

Adamos dramatische Werke befassen sich oftmals mit Homosexualität, reiben sich aber auch an klassischen, katholisch-kirchenmusikalischen Sujets. Zusehends hat sich der amerikanische Komponist italienischer Abstammung in den letzten Jahren der symphonischen Musik zugewandt. Seine bisher wichtigsten Beiträge zu diesem Genre sind auf der hier besprochenen CD dokumentiert.

Unser Hörbeispiel, Regina Coeli von 2006, war ursprünglich Teil eines Konzerts für Harfe und Orchester, ehe Adamo den Satz für Streichorchester revidierte und als Werk für sich allein gestellt hat. Regina Coeli bezeichnet ursprünglich ein österliches Marienlob, dessen Text und gregorianische Melodie seit dem 12. Jahrhundert überliefert sind. Die Klangsprache, die Adamo hierauf anwendet, ist spätromantisch-impressionistisch und teilweise geradezu schwärmerischer Natur, nichts erinnert bei ihm an jene Zerrissenheit, die die zeitgenössische Musik oftmals kennzeichnet.

1 CD, ca. 57 Minuten

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