Quietude

Takuma Itoi - Quietude

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Musik für neugeborene Kosmonauten
Ein neuer Name im Electronica-Zirkus, der wie viele Genres auch, viele unbekannte Künstler bereithält. Das Label Karate Joe spricht aber bei Herrn Itoi charmant von Einschlafmusik, die die Raumkrankheit bei neugeborenen Kosmonauten lindern kann.

Das lässt aufhorchen. Doch so behutsam oder gar langweilig, um Kinder einzuschläfern sind die Tracks von Takuma Itoi selten. Nach einer zwölfjährigen Klavier-Ausbildung beschäftigt sch der junge Japaner seit drei Jahren verstärkt mit elektronischer Musik, die den Bogen zwischen Dissonanzen und flächigen Melodien weit spannt. Die Basis bilden Loops, die einen sich langsam bewegenden Fluss ergeben. Er lockt mit kindlich leichten Harmonien, die immer wieder von schroffen Elementen gebrochen werden. Das ist alles nicht neu, von Innovationen ist aber auch nicht die Rede. Insofern zeigt das Debüt-Album „Quietude“ auf dem Wiener Karate Joe Records, das klassische Electronica auch im Jahr 2006 noch ein interessantes Thema sein kann, das sich nicht nur im Netaudio-Bereich abspielt. Drei Tracks aus dem Album gewährt das Label für den ersten Höreindruck. (jw)

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