Oh, The Good Life

Talking To Turtles - Oh, The Good Life

Redaktionswertung: 
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Einmal Seattle und zurück

Mit ihrem zweiten Album legen Talking To Turtles ihren Lo-fi-Charakter zur Seite. "Oh, The Good Life" ist nicht wie das Debüt in heimeligen Altbauwänden entständen. Erstmal ging es ab nach Seattle.

Das einstige Soloprojekt von Florian Sievers wächst und wächst. Nach der Gründung 2008 holte er sich Claudia Gröhler mit an Board und man nahm das Debüt in einem Berliner WG-Zimmer auf. Das überzeugte Devidluck Records aus Hamburg und plötzlich fand man sich an der Seite von The Strange Death Of Liberal England oder Miss Li als Labelmates wieder. Für den Nachfolger zu dem lo-fi-poppigen "Monologue" ging es nun über den großen Teich nach Seattle in das Avast!-Studio, in dem schon Fleet Foxes, Death Cab For Cutie oder Soundgraden ihre Alben aufgenommen haben.

Mit "Oh, The Good Life" haben Talking To Turtles ihren intimen, poppigen Indie-Folk-Rock ausgebaut, die Vorteile eines Studios genutzt, und schaffen ein dichteres sowie abwechslungsreicheres Ambiente, als auf dem Debüt. Der Lo-Fi-Charakter wird durch Dynamik ersetzt, es klimpert das Glockenspiel oder ein Banjo zupft sich kurz an einem vorbei. Zu entdecken gibt es viel bei "Oh, The Good Life". Die stetigen Begleiter sind die beiden Stimmen von Sievers und Gröhler, die in ihren Gegensätzen aus leicht gepresst und zart harmonieren.

Dass ein Studioaufenthalt in Seattle keine schlechte Idee ist, wusste man auch schon vorher. Gute Ideen braucht es aber trotzdem, um ein schönes Album aufzunehmen. Davon lassen sich bei "Oh, The Good Life" genug finden: in schönen Songs.

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