Album

Paroli

Texta feat. Attwenger - Paroli

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Studenten-Rap mit Schmäh

"Dieses Lied ist nicht ein "Fickt euch"-Lied!", Texta bieten keine Battletracks, widmen sich lieber Themen mit Substanz. Mit "Paroli" muss man nach 14 Jahren und sechs Alben die Welt auch nicht mehr aus den Angeln heben.

1997 ließen Texta mit "Gediegen" zum ersten Mal aufhören und veröffentlichten ihr Debüt damit in einer Zeit, in der die Fünf Sterne Deluxe sich formierten, Kinderzimmer Productions deutschen Sprechgesang ungewöhnlich intelligent und locker präsentierten und Freundeskreis mit "Die Quadratur des Kreises" die deutschen Charts beherrschten.

Dieser Zeit fühlen sich Texta auch 2007 verpflichtet. Intelligente Texte, ein manchmal etwas hölzerner Flow, der mit den Maschinengewehrsalven von Kool Savas oder Kollegah nicht mithalten kann. Aber den flowtechnischen Schwanzvergleich streben Texta auch nicht an. Lieber widmen sie sich in der Tradition von KRS-One dem Teaching. Sie führen mit "Pause für Rebellen" vor, dass Public Enemy einmal mehr waren als nur eine HipHop-Band, deren Mitglieder derangiert über den Bildschirm von MTV torkeln. Oder stellen ganz neu Verbindungen her, wie auf der Single "So schnö kaust gar net schaun". Hier duellieren sich die Linzer mit Attwenger, die ihrem Sound eine angenehme Erdung verpassen.

Florian Schneider / Tonspion.de

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