Album

... That Great October Sound

Thomas Dybdahl - ... That Great October Sound

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Zeitlose Popsongs mit viel Seele

"That great October Sound" preisen wir hiermit etwas verspätet im November an. Aber das macht gar nichts, denn die gefühlvollen Popsongs des Norwegers haben das Prädikat "zeitlos" verdient.

Thomas Dybdahl kann und sollte man ruhig über den im Oktober selten zu findenden grünen Klee loben. Denn was der Norweger auf seinem Debütalbum ablieferte, kann man als ganz große Popklangkunst bezeichnen. Man ist geneigt, aus den ewig euphorischen Waschzetteln der Plattenfirmen zu zitieren, aber findet deren seichtes Geplapper letztlich doch noch zu untertrieben. Wir hören wunderbar emotionale Songs mit viel Seele (was man auf englisch übrigens auch "Soul" nennt") und ausufernden Arrangements. Warum um den heissen Brei herumreden: Die Songs von Thomas Dybdahl sind einfach schön. Kein Wunder, dass Dybdahl daheim in Norwegen schon eine Art Ikone geworden ist. Norwegen ist und bleibt eben der melancholischen Musik Urquelle, aber anders als viele seiner jammernden Kollegen, versteht Dybdahl es, Popmusik auf hohen Niveau abzuliefern. Das Hörbeispiel im MP3-Format liefern unsere Freunde vom Glitterhouse-Label. "The Grace" ist ein spektakulärer Albumopener, bei dem nicht nur der graziöse Titel an Jeff Buckley erinnert. Etwas geschockt kann man dann noch registrieren, dass dieses Album bereits 2002 in Norwegen erschienen ist und so eigentlich nicht mehr "marktkompatibel" ist - aber hey, was soll man machen, wenn man es erst jetzt in Deutschland entdeckt hat. Der Norweger hat mit "Stray Cats" und "One Day You`ll Dance For Me New York City" bereits zwei weitere Alben herausgebracht, die qualitativ die October Sounds sogar noch übertreffen sollen ...(os)

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