Sexor

Tiga - Sexor

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Der Techno-Coverboy
Es hätte sein Jahr werden können. Tiga hätte der erste große Popstar des Dancefloors werden können. Doch am Ende des Jahres wird sein Albumdebüt wohl in keiner Hitliste auftauchen. Eine Suche nach Gründen.

Eigentlich bringt Tiga alles mit, was ein Star benötigt: Singles, die gnadenlos einschlagen und jeden auf die Tanzfläche holen ("Sunglasses At Night", "Hot in Here"), eine schillernde Persönlichkeit, die divenhaftes Gehabe genauso gerne zur Schau stellt wie sie sich ins Zeug legt, um in der Technoszene Montreals für frischen Wind zu sorgen. Tiga sieht gut aus, ist mehr als nur ein passabler DJ, ein begehrter Remixer und doch bleibt ihm mit "Sexor" der große Erfolg verwehrt. Vielleicht hat er mit "Sexor" zugleich zu viel und zu wenig riskiert. Die bekannten Peaktime-Burner „Louder Than A Bomb“ und "Pleasure From the Bass" hätte er schon im Dezember letzten Jahres nach eigener Aussage lieber nicht aufs Album gepackt (erschienen ist es erst Anfang Februar). Auf noch mehr Covers zu setzen war nur bedingt der richtige Schachzug, denn an "Burning Down The House" von den Talking Heads kann man sich nur die Hände verbrennen. Und die anderen Songs? "Far From Home", das es als Download gibt, ist ein tanzbarer 80er-Jahre-Popsong, der mit den anderen Tracks gemein hat, dass man seinen Refrain wenige Minuten später vergessen hat. Keine guten Voraussetzungen für einen richtigen Hit. Das führt dazu, dass man lieber zum Monsterremix der DFA greift oder die Maxi von "Good As Gold" dem Rest das Albums vorzieht. Ebenfalls zu empfehlen ist Tiga`s brilliant düsterer Remix der aktuellen Coldcut-Single "Walk A Mile In My Shoes". Er kann`s doch. (fs)
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