Album

Gone Ain`t Gone

Tim Fite - Gone Ain`t Gone

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Das Museum der vergessenen Musik

Tim Fites Basteleien geben vergessener Musik neues Leben. Etliche Einzelteile aus etlichen Quellen verklebt er zu charmant lädierten Figurinen. Er verziert sie mit eigenen Noten und malt ihnen Pop-, Rock-, Blues- und Hiphopgesichter.

Bescheidenheit ist seine Stärke nicht. Tim Fite nimmt und stiehlt, wo er kann. Ganze Takte und Strophen landen in seinem Teilelager, wo sie der Wieder- und Weiterverarbeitung harren. Loop für Loop für Sample lässt der New Yorker seine Lieder entstehen, versieht sie mit sehnsüchtigem, wütenden Gesang, gelegentlich auch mal mit ein paar Extratönen aus echteren Instrumenten. Wo anderen diese Arbeitsweise jedoch oft Mittel zum Genrezweck ist, geht Fite andere Wege. Wenn er klaut und klebt, dann ist die Richtung nur ungefähr vorgegeben. Meist ist es die Stimme, die zwischen sehnsüchtigem Säuseln und rabiatem Bellen rote Fäden legt, an denen sich Pop, Hiphop, Blues und Polterexperiment orientieren. Trotz und aufgrund von Fites Willkür in der Wahl der Mittel ist "Gone Ain`t Gone" ein verwirrend homogenes Album voller Überraschungen und Schönheiten. Ein Museum der vergessenen Musik, aus seinen Exponaten gefertigt und sehr, sehr lebendig. (sc)

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