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Tina Dico

Tina Dico - Where Do You Go To Disappear?

Von: Tina Dico

Label: Finest Gramophone

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The Time Of Our Lives


31.08.2012
Der feine Unterschied

Unaufgeregter, mit reichlich Melancholie behafteter Indie-Pop verdient sich dieser Tage nur noch selten den Innovations-Button. Auch Tina Dico erfindet das Rad auf ihrem neuen Album „Where Do You Go To Disappear?“  nicht neu. Ins staubige Archiv wandert ihr neues Schaffen dennoch nicht, denn Tina Dico besitzt etwas, was sie von vielen ihrer Songwriter-Konkurrentinnen unterscheidet: eine Stimme mit Ausdruck und langer Halbwertzeit.

Fans der dänischen Songwriterin Tina Dico kamen in den letzten Jahren wahrlich auf ihre Kosten. Nach ihrem letzten Album „Count To Ten“ (2007) erfreute sich die Anhängerschaft in der Folge über eine EP-Trilogie, eine Greatest Hits-Compilation, ein Live-Album und einen Soundtrack. Mit ihrem Anfang September erscheinenden fünften Studioalbum „Where Do You Go To Disappear?“ schließt sich der Produktionskreis wieder.

Für ihr neues Schaffen nahm die Wahl-Isländerin die Dienste des isländischen Songwriters Helgi Jonsson in Anspruch, der nicht nur während des Songwriting-Prozesses mit Rat und Tat zur Seite stand sondern zudem auch noch als Co-Produzent fungierte. Es ist vor allem Tina Dicos weiches und Raum füllendes  Organ, welches die Dänin vom Gros ihrer Genre-Kolleginnen unterscheidet und ihr zu einem besonderen Platz innerhalb der Branche verhilft.

Mit wahlweise entspanntem („Moon To Let“, „The Time Of Our Lives“, „The Tip Of The Iceberg“), Synthie-lastigem („True North“) oder beschwingtem, klassisch instrumentiertem Indie-Pop („We’re All Experts“, „Sunrise“) kamen in den letzten Jahren viele Sängerinnen um die Ecke. Doch nur die Wenigsten konnten den musikalischen Background mit Hilfe einer individuellen und ausdrucksstarken Gesangsperformance zu etwas Besonderem machen. Tina Dico jedoch kann das. Irgendwo zwischen Suzanne Vega und Dido finden ihre Stimmbänder die Nische, die das Gesamtschaffen letztlich zu etwas Unverwechselbarem werden lässt. 

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Kai Butterweck Autor Kai Butterweck / Tonspion.de


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