The Hungry Saw

Tindersticks - The Hungry Saw

Redaktionswertung: 
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Sternstunden der Melancholie
Er knödelt und presst, er leidet und heult, er jammert und lamentiert: Stuart Staples, die Stimme der Tindersticks verfügt über einen hohen Wiedererkennungswert, an dem sich die Geister scheiden. Daran wird sich auch mit "The Hungry Saw" nichts ändern, dem ersten Album der Tindersticks seit fünf Jahren.

Was die Tindersticks auch tun, sie werden auf ewig an den tieftraurigen Streicherballaden ihres zweiten Albums gemessen werden. Nahe an der Perfektion setzten die Tindersticks darauf einige Sternstunden tieftraurigen Songwritings. Seitdem hat die Band aus Nottingham einige Platten veröffentlicht, ohne je wieder an "The Second Album" heran zu reichen. Stattdessen versuchte man sich an einem Imagewechsel, weg von der Traurigkeit, hin zu mehr Frohsinn und Lächeln, Sänger Staples nahm zwischendurch eine Platte mit Kinderliedern auf.

Mit "The Hungry Saw" besinnen sich die Tindersticks der Qualitäten ihres Meisterwerks, ohne es zu kopieren. Musikalisch ist "The Hungry Saw" eine Gitarrenplatte und Staples Stimme nicht mehr ausschließlich und alleine darauf bedacht, einen Kloß im Hals zu erzeugen. Bisweilen klingen die Tindersticks von 2008 fast beschwingt, selbstverständlich innerhalb ihrer Koordinaten, weshalb sie mit "The Hungry Saw" weiterhin eine sichere Anlaufstelle für Melancholiker oder Lebensmüde darstellen dürften.

Florian Schneider / Tonspion.de

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