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The Place We Ran From

Tired Pony - The Place We Ran From

Redaktionswertung: 
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Supergroup auf frischer Fährte

Wenn man alles erreicht hat im Musikbusiness, Millionen Fans einem aus der Hand fressen, dann kann man sich entweder zur Ruhe setzen, anfangen unambitionierte Platten zu machen oder ein paar befreundete Musiker anrufen und Spaß haben. Zum Glück haben sich Gary Lightbody, Sänger von Snow Patrol, und Peter Buck, Gitarrist von R.E.M., für letzteres entschieden.

Zunächst wollte Lightbody nach ausgiebiger Tour mit seiner Stammformation einfach nur mal eine Country-Platte aufnehmen. Ganz ohne kommerziellen Druck oder Kompromisse. Sein Telefonbuch ist inzwischen prall gefüllt mit Nummern und so rief er seinen alten Kumpel Peter Buck an und fragte ihn, ob er Lust auf Abwechslung und was Neues hat. Hatte er und so vergruben sich beide mit Unterstützung anderer befreundeter Musiker ins Studio und werkelten so lange am gemeinsam Album, bis von der ursprünglichen Idee, klassischen Country zu produzieren nicht mehr viel übrig blieb.

"Das Album ist inspiriert von meiner Liebe zu Bands wie Wilco, Lambchop, Calexico, Palace, Smog, all diese Bands, die auf die dunkle Seite der Staaten schauen", so Lightbody über die Songs auf dem Album von Tired Pony. Müde klingt das Ganze allerdings nicht, ganz im Gegenteil spürt man auf dem gesamten Album die Liebe zur Musik, die Befreiung vom Druck, kommerziell in einer gewissen Größenordnung funktionieren zu müssen, der auf großen Bands immer lastet und sie häufig irgendwann auffrisst.

"The Place We Ran From" ist ein schönes, trauriges, hörenswertes Album, das sowohl Fans der beiden Bands, als auch Freunden der oben genannten Inspirationsquellen zusagen dürfte. Das Werk erscheint am 23.7.2010 bei Fiction Records/Cooperative Music.

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