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Broke Ass Nigga |
11.08.2008
Sex, Drugs und fette Beats
Das Leben in Baltimore ist gefährlich, die Mordrate ist hier im Schnitt so hoch wie in keiner anderen Stadt der USA. Vielleicht muss in einem solchen Klima ein Genre entstehen, dessen Eskapismus kaum Grenzen kennt.
Baltimore Club ist eine roughe Kombination aus House und HipHop. Man gibt sich grimmig, unbeugsam und kommt textlich kaum über den Kanon aus Sex, Drogen, Verbrechen und noch mehr Drogen hinaus. Dabei zielt man letztendlich nur auf eins: die Beine. Im Club.
Bmore Club ist beileibe keine neue Erfindung, der harte Clubsound existiert seit den frühen 90ern. Seit jedoch Spank Rock auf der Bildfläche erschienen sind, genießt Baltimore und seine eskapistische Clubmusik wieder erhöhte Aufmerksamkeit. Der aus Washington D.C. stammende Tittsworth hat nicht nur einen wunderbaren Namen, er ist auch einer der Protagonisten einer neuen Generation von Baltimore Club Produzenten. Seine "Twelve Steps" machen deutlich, wie vielfältig Clubmusik klingen kann, wenn sie sich weniger an Kraftwerks Erbe orientiert, sondern die gesamte HipHop-Geschichte zu Hilfe nimmt, auf Autopilot schaltet und den Körper machen lässt.
Neben "Broke Ass Nigga" stehen drei weitere Tracks aus Tittsworths Album „Twelve Steps“, auf dem er sich unter anderem von DJ Assault, Nina Sky und Pitbull zu Höchstleistungen in Sachen Sex, Drugs und Beats anfeuern lässt, zum Stream bereit.
Florian Schneider / Tonspion.de
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