Album

The Monitor

Titus Andronicus - The Monitor

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Prächtig unbequem

Die Schreihälse von Titus Andronicus kann man eigentlich nicht überhören. Die deutsche Dependance ihres Labels XL Recordings macht es trotzdem und verkündet, dass noch kein Veröffentlichungstermin für das zweite Album der Punks aus New Jersey feststeht.

Vielleicht hält man ein Konzeptalbum über den amerikanischen Bürgerkrieg für zu anspruchsvoll. Wenn es allerdings darum geht, ihr Anliegen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen, arbeiten Titus Andronicus in der gleichen Liga wie die frühen Tocotronic: Textzeilen wie „The enemy is everywhere“ und „You will always be a loser“ taugen als griffige Slogans und Beweis des punkimannenten Verfolgungswahns, unter dem auch Titus Andronicus leiden.

Wen sie nicht gerade, wie im Albumopener „A More Perfect Union“, Billy Bragg und Dinosaur Jr. paraphrasieren und damit einen unvergesslichen Popmoment schaffen. „The Monitor“ bleibt über die kompletten 60 Minuten Laufzeit eine Herausforderung. Nicht jeder hat schließlich das Bedürfnis, sich eine Stunde lang von einer Wand anschreien zu lassen, die einen in die Enge treibt. Aber bequem wollte Punk eh noch nie sein. Und bis zur physischen Veröffentlichung in Deutschland bleibt immer noch der Gang zum Onlinehändler. Da gibt’s „The Monitor“ von Titus Andronicus nämlich trotzdem.

Alben

The Airing Of Grievances

Titus Andronicus - The Airing Of Grievances

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Die Hochkultur in Stücke schlagen
"Wir kommen um uns zu beschweren!" Titus Andronicus haben die Faxen definitiv dicke und schreien es laut heraus. "The Airing Of Grievances" ist eine Platte wie neun punktgenaue Faustschläge, hart und direkt auf die Nase.

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