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Maniac Meat

Tobacco - Maniac Meat

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Wie ein Schwarm Hornissen

Tom Fec alias Tobacco liebt analoge Synthesizer. Da diese Liebe von seiner Hauptband Black Moth Super Rainbow nicht ausreichend erwidert wird, wechselt Fec in regelmäßigen Abständen ins Kostüm seines Alias Tobacco und produziert Low-Fi-Krautrock-Miniaturen.

Wie ein Schwarm Hornissen braten auf „Maniac Meat“ die analogen Synthesizer. Meist tanzen sie Fec auf der Nase herum, schwirren und summen um seinen Kopf herum, stechen ihm ins Ohr, die Nase und die Lippen. Aber ab und zu holt Fec seinen Imkeranzug raus, fängt die Hornissen ein und und weist ihnen den Weg ins Nest. Ihr Kampf ist ein ständiges Hin- und Her, der mal zu einem verzerrt verstörenden Dröhnen anwächst, mal den Frieden einer Sommerwiese im Morgengrauen verbreitet.

Größter Fan dieses mit Synthesizern ausgetragenen Kampfes ist Beck, den Tobacco für zwei Songs gemeinsam mit den brummenden Hornissen in die Gesangskabine gesperrt hat. „Maniac Meat“ ist eine Feier des Analogen, so hoffnungslos Low-Fi, dass über allem eine Patina aus Übersteuerung liegt. Unter der Oberfläche seiner dröhnenden Sturzangriffe, in den Momenten, in denen der Songwriter gegenüber dem Soundtüftler die Oberhand behält, gelingen Tobacco Moment von großartiger Klarheit, deren rasendem Heischen um Aufmerksamkeit man bereitwillig nachgibt. Bis die Hornissen wieder angreifen...

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