Liberation

Tre Hardson - Liberation

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Tre Hardson hat mit The Pharcyde nicht weniger als Hiphopgeschichte geschrieben. In einem Genre, in dem Image Hauptverkaufsargument ist, konnten sie ungezwungen und unverkrampft funky sein, ohne die Hiphopkasper zu machen.

Allerbeste Produktion, allerbeste Raps und Texte, drei Alben ohne wirklichen Ausfall, mit "Bizarre Ride II: The Pharcyde" nicht weniger als ein Meilenstein. Der Beweis, dass eine Kindheit in South Central Los Angeles nicht aus jedem einen Gangsta machen muss. Sehr schön und wunderbar. Tre Hardson fühlt sich nun bereit, das Kapitel Pharcyde abzuschließen und alleine weiterzumachen. Nach diversen Features - unter anderem mit Korn, deren Album "Follow The Leader" er mit "Cameltosis" eines der raren Highlights bescherte - erscheint im September 2002 sein Soloalbum "Liberation", aufgenommen bei ihm zuhaus, den Livegedanken hochhaltend, mit kleiner, aber feiner Gästeliste von MC Lyte bis Saul Williams. Der Vorbote "AyYoMyMan" zieht Mundwinkel nach oben und bringt Köpfe zum Nicken. Natürlich fehlt - wie so oft bei Rappersolokarrieren - das Durcheinander, das eine Band wie Pharcyde so interessant machte. Aber Tre Hardson unverdünnt ist auf jeden Fall eine Institution, die jeden US-Hiphop-Klischeereiter und Gangstawannabe plattmachen und wegfegen könnte. Wenn er nur nicht so locker wäre. (sc)

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