Into The Great Wide Yonder

Trentemøller - Into The Great Wide Yonder

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Wundersame Klanglandschaften

Mit seinem Debüt "The Last Resort" grätschte Anders Trentemøller vor vier Jahren in die internationale Electro-Szene und hauchte ihr durch klangliche Genregrenzgänge Leben ein. Nun steht der Nachfolger vor der Tür.

Klar, seine Remixe für Depeche Mode, Franz Ferdinand, Röyksopp, The Knife und wen auch immer feierte man auf den elektronischen Floors dieser Clubwelt ab. Es wäre aber zu einfach, Trentemøller ausschließlich mit diesem Genre in Verbindung zu bringen. Klar, er hantierte in erster Linie elektronisch herum, aber am Ende seiner Soundkaskaden blieb doch immer auch ein analoger Ansatz und organischer Ausklang.

Trentemøllers erstes Klangexperiment in Ambient und Pop, Electronik und Space schlug 2006 wie ein Meteorit ein. Nun bringt der Däne das Nachfolgewerk "Into The Great Wide Yonder" heraus. Ätherisch pendelt er zwischen akustischen und elektronischen Elementen und die vielen, von ihm selbst eingespielte Instrumenten setzen die Schlaufen zusammen, die sich dann zu den großen Trentemøller-Melodiewogen aufschaukeln. Organischer und analoger sollte es klingen, deshalb wurden alle Tracks am Ende durch klassische Equalizer und Vorverstärker auf ein analoges Band überspielt. Neu ist auch, dass auf "Into The Great Wide Yonder" vier Gesangsstücke enthalten sind und nicht nur deshalb an das jüngste Werk von Massive Attack erinnert. Auch hier verströmen die komplexen Tracks eine fast mystische Stimmung.

Wer auf Tanzflur-Bomben gewartet hat, wie man sie von Trentemøller kennt, muss auf die nächsten Remixe warten, denn dieses Album ist ganz anders: ein dunkel mäanderndes Experiment mit zahlreichen Einflüssen, ein langer ruhiger Fluss durch wundersame Klanglandschaften. Ein überraschendes Album, das sich nicht Jedem sofort erschließen, aber mit jedem Hören wachsen wird.

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