Album

Trust Me

Trost - Trust Me

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Verzweiflung und Trost

Annika Line Trost zelebriert solo nach den beinahe manisch-exzessiven Electro-Punk-Jahren mit Atari Teenage Riot und Cobra Killer eine Renaissance der harmoniebetonten Geborgenheit. Das ist süß und gefährlich zugleich.

Mit Cobra Killer ist die junge Berlinerin noch immer unterwegs. Und deren ruppiger Sex-Appeal zwischen den ungezwungen verschroben-poppigen Electro-Punk-Hits schwingt auch auf Trosts zweitem Solo-Album „Trust Me“, erschienen auf Four Music, mit. Allerdings noch eine Spur subtiler und verpackt in lässig-elegantem Midtempo-Filmscore-Rock. Annika Line Trost kokettiert dreisprachig mit einem Gefühl von tiefer Geborgenheit, wie sie mit den Erinnerungen an eine ungetrübte Kindheit verbunden ist. Doch über der vermeintlichen Idylle schwebt ein permanentes Unbehagen, die in der Unberechenbarkeit der Songs ihren Ausdruck findet – „Trust Me“ zerrt einen durch diese Gefühlsschwankungen, dieses Switchen zwischen Düsternis und Leichtfüßigkeit unheimlich in seinen Bann. Für die Aufnahmen jetete Annika Line Trost zwischen Berlin und Australien hin und her, um mit verschiedenen Künstlern wie F.J. Krüger (Ideal), Thomas Wydler (Nick Cave and the Bad Seeds), Jan Schade oder The Devastations daran zu arbeiten. Live ist sie nun mit kompletter Band zu erleben, die die Songs des Albums mit viel Energie auf die Bühne bringt. Als Vorgeschmack des vielschichtigen Albums gibt es exklusiv für Tonspion den Song „I Was Wrong“, auch wenn dies aus künstlerischer Sicht keineswegs zu bestätigen ist. (jw)

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