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Das Artwork von "Someday, Buddy" von The Trouble With Templeton

The Trouble With Templeton - Someday, Buddy

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Eine nackte Schönheit

Schon das Debüt von The Trouble With Templeton war ein Album, das in Sachen Emotionalität in der Indie-Szene von 2014 seinesgleichen suchte. Album Nummer zwei, “Someday, Buddy”, wird sogar noch intensiver.

2011 gründete der Australier Thomas Calder The Trouble With Templeton als Soloprojekt. Benannt nach einer emotional als eher deprimierend einzustufenden Folge der Serie “Twilight Peaks” aus den 60ern, brachte er zunächst seine “Bleeders”-EP heraus. 2014 folgte mit “Rookie” das erste offizielle Album mit vierköpfiger Band und einem ansehnlichen Haufen positiver Kritiken – nicht nur in Down Under.

Auf ihrem neuen Album machen sich TTWT – nach Aussage des Presse-Beipackzettels ist das die halboffizielle Abkürzung des Bandnamens – jetzt nackig. Also soundmäßig.

“Rookie” war geprägt von lieblichen Melodien und feinem Songwriting, das liebevoll ausproduziert wurde. “Someday, Buddy” steht dem in Nichts nach, nur fehlen diesmal eben jegliche produktionstechnischen Weichmacher, die mit der Zeit an Wirkung verlieren könnten. Es wirkt, als hätten The Trouble With Templeton jedes Element ihres Debüts genommen, kritisch beäugt und nun entweder in die Tonne gehauen oder einfach noch etwas konsequenter und direkter umgesetzt. Roh, unmittelbar und ehrlich – so möchte ihre Musik verstanden werden.

“In Einzelteile zerlegen und dann neu zusammensetzten, das ist es, was Musikmachen für uns bedeutet.” – Thomas Calder über “Someday, Buddy”

Und das wird sie. Calder und Band platzieren gefühlvoll angestreichelte Gitarrenparts direkt neben verzweifelt verzerrten Ausbrüchen eben dieser. Das Spannungsfeld ist eigentlich altbekannt und nicht unbedingt innovativ. Trotzdem entsteht in Songs wie "Complex Lips" und "Vernon" eine Dynamik und Eindringlichkeit, die an die frühen The Shins oder Bombay Bicycle Club erinnert.

Keiner der neun Songs klammert sich an eine Stimmung, ein Tempo oder eine Lautstärke. Über die kompletten 33 Minuten bleibt das Gefühl bestehen, dass prinzipiell alles möglich ist; dass plötzlich die Gitarren schreien könnten und sich der der Falsetto von Calder zu überschlagen droht – auch wenn er gerade noch eine zarte Strophe ins Mikro haucht.

"Wir lieben es, wenn unsere Musik überraschend ist. Danach streben wir immer. – Thomas Calder über "Rookie"

“Someday, Buddy” erscheint am 02.12.2016 bei Bella Union.

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Rookie

The Trouble With Templeton - Rookie

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Rookies mit Ambitionen
TV-Junkies werden es wissen: The Trouble With Templeton heißt eine Folge der Serie „Twilight Zone“. Gar nicht zwielichtig ist die gleichnamige, australische Band, die mit „Rookie“ ihr erstes Album als fünfköpfige Band veröffentlicht: Sonniger, leichtfüßiger, verspielt-abwechslungsreicher Indie-Rock.

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