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All Hidden Places

Turtle Giant - All Hidden Places

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Musikalische Globalisierung

Drei Brasilianer wandern nach China aus, um der britisch-amerikanischen Indierock-Szene gehörig den Kopf zu waschen. Klingt spannend? Ist es auch, denn die drei Jungs von Turtle Giant beherrschen ihr Handwerk mindestens ebenso gut, wie ihre illustren Kollegen aus New York, L.A. oder London.

Indierock aus China spielt in hiesigen CD-Regalen ungefähr eine ebenso große Rolle wie Körperpflege auf dem Wacken-Festival. Turtle Giant aus Macau beweisen auf ihrer im September erscheinenden dritten EP „All Hidden Places“ allerdings, dass im Reich der Mitte weitaus mehr möglich ist, als überproportionalem Wirtschaftswachstum und Kleinkindern beim Zusammenschrauben von Spielzeugautos zu beobachten. Turtle Giant kommen zwar ursprünglich aus Sao Paulo, machen es sich aber bereits seit geraumer Zeit im südchinesischen Macau gemütlich und gehen dort ihrer Leidenschaft für Indie-lastige Pop-Rock-Klänge nach.

 

Mit ihrer ersten Single „We Were Kids“ beeindrucken die drei Wahl-Chinesen mit einem viereinhalbminütigen Luftikus-Kurs, der so auch hätte in New York, L.A. oder London seinen Ursprung feiern können. Die ersten Sekunden stehen ganz im Zeichen von Delay getränkten Gitarren und Snare-lastiger Rhythmik, ehe sich Sänger António Conceição mit vollmundigem und ausdrucksstarkem Timbre dazugesellt. Kurze Zeit später ist man in einem Surf-Pop-Kosmos gefangen, der einen mit eingängigen Melodien und spätsommerlichen Vibes nicht mehr aus seinen Fängen lässt. 

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