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Tweak Bird

Tweak Bird - Tweak Bird

Redaktionswertung: 
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Rockvögel und Blutsbrüder

Stoner Helium Rock, gemacht von zwei Vögeln, die dies unmissverständlich auf den Punkt bringen. Grund: Die Liebe zum scheppernden Lärm scheint in der verrückten Familie zu liegen.

Caleb und Ashton sind Brüder und haben demzufolge denselben schönen Nachnamen Bird. Dieser Umstand macht sie nicht wirklich zu einem spektakulären Geschwisterduo. Was sie aber - ähnlich wie ihre Soundnachbarn The White Stripes und The Black Keys - so spektakulär cool macht, ist ihre Unverfrorenheit, ohne Rücksicht auf Verluste drauflos zu rocken. Stoner Rock trifft so ungebremst auf mathematische Ausbrüche und ungeplante Freigänge. Diese leben die Vögel nahezu ausschließlich an Gitarre (genauer gesagt an der Baritongitarre, also dem Zwitterding zwischen Bass und Klampfe) und schlagender Schiesbude aus, man will seinen Ohren ja kaum glauben.

Interessant ist, wie aus der Schwere und Heftigkeit dieser Bird'schen Zweisamkeit plötzlich fremdartige Elemente emporsteigen und dem gesamten Ungetüm den Hals umdrehen. Das Saxofon zum Beispiel loopt und lädt zum Jazz ein, das Theremin schwingt und schwebt zur Weltatmo. Und so erhält dieses Duo aus Carbondale, Illinois neben den bereits genannten Referenzbands noch den Melvins-Verrücktheitsorden und gibt - völlig treffend von einem amerikanischen Kollegen beschrieben - eine Form von "Sabath goes jazz" ab. Crazy Birds, diese Brüder.

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