Album

Slaughterhouse

Ty Segall Band - Slaughterhouse

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Grob und deftig

Mit "Slaughterhouse" legt Ty Segall bereits sein zweites Album in diesem Jahr vor. Dafür hat er erstmalig mit seiner Live-Band aufgenommen. Gemeinsam schmettern sie einem als Ty Segall Band einen deftigen Brocken Rockmusik entgegen.

Drei Alben in einem Jahr, so sieht der Plan von Ty Segall für 2012 aus, den man bereits als umtriebigen Musiker aus einer seiner Bands (The Traditional Fools, Epsilons, The Perverts, ...) oder auch als Solomusiker kennt, der seit 2008 regelmäßig mit impulsiven Songs von sich hören lässt. Nachdem sein erstes Album dieses Jahr in Kollaboration mit White Fence und einer verträumten Leichtigkeit daher kam, serviert einem der amerikanische Künstler die Harmonien jetzt grob und deftig verpackt.

Dreckig und laut brüllen einem auf "Slaughterhouse" die bratzigen Gitarren ins Gesicht, werden zu jaulenden Rückkopplungen, die zum Schluss in einer 10-Minütigen Verwüstung enden. Genussvoll stürzt sich das Quartett in die scheppernden Songs, schreddert gefühlvoll aus dem Bauch heraus. Das ist leidenschaftlicher Garagen-Rock, lärmend und ungestüm, der mit seinem unverschämten Drive Vergleiche von MC5 über The Stooges bis hin zu Sonic Youth zulässt. Ein Album wird Segall dieses Jahr noch veröffentlichen. Bis dahin bitte zugreifen, bei dieser herrlichen groben Schlachteplatte, bei der man nur lautstark um Nachschlag bitten kann.

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