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Slick

United - Slick

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Zwischen den Originalstühlen

Die fünf Herren weisen nur Gutes vor: sie sehen gut aus, kommen aus Schweden und fahren einen angesagten Sound. Das ist alles schön und gut, aber letztlich auch das Manko von United.

Joy Division ist nach Bands wie Interpol, Editors und all den Anderen dieses Einflussgebietes mittlerweile eine fragliche Referenz. Diese Wurzel gepaart mit The Cure, Echo And The Bunnymen und Placebo hätte natürlich weitaus schlechter ausfallen können und ist in seiner Mixtur sicher auch gut gemacht und fein gewählt. Soweit ist man wohlwollend. Aber braucht man das derzeit? Will man die guten alten Stücke restauriert und poliert, aber eben ohne den besonderen Glanz auf dem Tisch haben? United vereinen die genannten Referenzen mit einem gewissen Hang zum gern gehörten Schwedensound und bleiben damit in einer Art Niemandslands des Geschmacks. Nicht auf der schlechten, nicht auf der guten Seite, sondern im Nichts stecken die hübsch herausgeputzten Jungs. Zwischen diesen Stühlen werden sie sicher auch den ein oder anderen überzeugen - aber vermutlich nicht lange. Der Joy Division-Fan wird gelangweilt sein und der Placebo-Fan seine Lieblinge vorziehen. Genau das ist Uniteds Manko: sie kleben letztlich etwas gesichtslos zwischen den Originalstühlen. (bb)

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