Aktuelles Album

Schostakowitsch: Symphonie Nr. 1 & Nr. 3

Vasily Petrenko - Schostakowitsch: Symphonie Nr. 1 & Nr. 3

Label: 
Komponist: 
Dmitri Schostakowitsch
Interpret: 
Vasily Petrenko
Ensemble: 
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ein großer Symphoniker fängt an

Dmitri Schostakowitsch muss angesichts seines Gesamtwerkes wohl als der größte im 20. Jahrhundert geborene Symphoniker gelten. Wir präsentieren den ersten Satz seiner Symphonie Nr. 1, die dem gerade 19-jährigen Komponisten 1926 zu internationaler Aufmerksamkeit verhalf.

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) komponierte seinen symphonischen Erstling als Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium. Noch verwendete er ein nur mittelgroßes Orchester, aber die Klangsprache ist bereits kompromisslos modern. Das Werk, das auch heute noch als eine von Schostakowitschs besten Arbeiten gilt, befleißigt sich einer schlanken, kammermusikalischen Instrumentierung, die als diametraler Gegenentwurf zu den opulent und teilweise eklektisch besetzten Spätwerken Gustav Mahlers gesehen werden muss. Das hinderte den weltbekannten Dirigenten und großen Mahler-Verfechter Bruno Walter, dem Schostakowitsch das Werk im Klavierauszug vorgespielt hatte, keineswegs daran, sogleich unter seiner Leitung eine Berliner Erstaufführung in die Wege zu leiten, die den jungen Komponisten auf der kulturellen Landkarte Westeuropas platzierte.

Dirigent Vasily Petrenko und sein Royal Liverpool Philharmonic Orchestra legen momentan auf Naxos eine vielbeachtete Gesamteinspielung der Symphonien Schostakowitschs vor. Aus diesem Zyklus ist außerdem noch die Symphonie Nr. 10 im Tonspion zu hören.

1 CD, ca. 65 Minuten

Alben

Schostakowitsch: Symphonie No. 10

Vasily Petrenko - Schostakowitsch: Symphonie No. 10

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Pathos und Groteske
Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 10 ist ein gutes Beispiel dafür, wie dieser Komponist mit der Ausweglosigkeit seines von unsinnigen und undurchdringlichen Regeln eines totalitären Systems niedergedrückten Künstlerdaseins umzugehen versuchte.