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Schmidt: Symphony No. 4

Vassily Sinaisky - Schmidt: Symphony No. 4

Label: 
Komponist: 
Franz Schmidt
Interpret: 
Vassily Sinaisky
Ensemble: 
Malmö Symphony Orchestra
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Hoffnung auf das Paradies

Obwohl das stilistisch 1932 bereits völlig „out” war, ist Franz Schmidts 4. Symphonie, wie sämtliche Werke dieses Komponisten, Spätromantik par excellence. Das Malmö Symphony Orchestra unter dem talentierten Russen Vassily Sinaisky hat eine exemplarische Einspielung vorgelegt.

Emma, die Tochter des Komponisten Franz Schmidt (1874-1939) starb 1932 völlig unerwartet, als sie ihr erstes Kind zur Welt brachte. Seine kurz nach diesem Schicksalsschlag komponierte 4. Symphonie hat Schmidt als Requiem für die geliebte Tochter angelegt. Entsprechend fallen die Klangfarben dieses dennoch sehr poetischen Werkes, dessen Finale wir komplett als Hörbeispiel präsentieren, ernst und düster aus. Obgleich darin großes Leid zum Ausdruck kommt, wird die gesamte Symphonie doch noch stärker von einem wehmütig hoffenden Duktus beherrscht, der manchmal geradezu hymnische Züge annimmt.

Der gebürtige Russe Vassily Sinaisky (*1947) ist einer der talentiertesten zeitgenössischen Dirigenten überhaupt, wenn es darum geht, Werke der Spätromantik mit einem ebenso luxuriösen wie präzisen Klangbild auszustatten. Diese bereits auf zahlreichen CDs zu begutachtende Gabe Sinaiskys kommt seiner Umsetzung von Franz Schmidts Symphonie Nr. 4 C-Dur (komponiert 1932-33) enorm zugute. Schmidts in endlosen musikalischen Bögen angelegte Aufstiege „durch die Nacht zum Licht“ gelingen ihm derart klar und voller leuchtender Schönheit in einem überhaupt nicht schmalzigen Sinne, dass von diese CD eine beträchtliche Sogwirkung entfaltet.

1 CD, ca. 75 Minuten

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