Album

La Pointe Farinet, 2949m

Velma - La Pointe Farinet, 2949m

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Lob der Monotonie

Wo und wenn das Schweizer Musikerkollektiv Velma auftaucht, muss man sich erst einmal hinsetzen. Mit der Kraft aus der Ruhe treten sie auf, um aus allem, was lange schwingt und sich im Kreise dreht vor allem eins zu erzeugen: betörende, hypnotische Musik.

Monotone Loops, schwere und treibende Beats, oszillierende Klangflächen. Das alles in einer nicht endenden Schleife. Bis das Ohr schließlich vollkommen eingenommen ist, bis die Musik ihr inneres Leuchten preisgibt. Velma vermögen es – lässt man sich auf sie ein – beinahe sakrale Momente entstehen zu lassen, lediglich durch den vorsichtigen Einsatz ihrer sorgsam ausgesuchten Sounds und Möglichkeiten. Die fesselnden Repetitionen erzeugen eine düstere Spannung, die sich verstärkt mit jeder neuen Schicht, die fast unbemerkt dazukommt, bis die Stücke schließlich in einem flirrenden Wirrwarr in scheinbarer Stase stehen. Die Stücke brauchen sich keiner Songstrukturen zu bedienen. Das vorliegende „Growing Confusion“ zum Beispiel lebt in erster Linie von seinem wuchtigen Groove und der traurigen, zaghaften Stimme darüber, vom Weglassen, Wiedereinsetzen und Verdichten. Und von der Verwirrung, wenn sich am Ende plötzlich alles in nichts auflöst. Kopfkino.

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