Album

This Quiet Town

Velojet - This Quiet Town

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Britpop zwischen den Orten

Zwei Frauen, zwei Männer und ihr zweites Baby. Nach einer schweren Geburt halten Velojet einen gesunden Brocken Britpop im Arm und lassen ihre Wurzeln in der österreicherischen Provinz kaum erahnen.

Ursprünglich ist dieses Quartett aus Steyr, einem kleinen österreicherischen Städtchen. Schon im Zuge ihres selbstbetitelten Debüts verließen sie diesen Ort viel und gern, tourten sie doch auch bereits außerhalb der Heimat ausgiebig durch Deutschland, die Niederlande und auch UK. Andere Städte können faszinieren und so lockte Velojet nun auch der Ruf der Großstadt. Aber nur Dreiviertel der Band zog es nach Wien, die kreative Zelle blieb zurück: Sänger, Gitarrist und Songschreiber René Mühlberger verweilte weiter in Steyr. Solch eine Distanz kann (in der Liebe wie auch der Musik) schnell zu einer Hürde werden und nicht selten auch zum Ende führen. Aber genau darin liegt eben auch der Stoff guter Alben begraben, den sich Velojet zunutze gemacht haben: das Pendeln, Lieben, Streiten, Nichtwissen und Hin- und Hergerissensein. Die Vertonung dieser Fahrten und Fragen zwischen den Orten und Gefühlen trägt den Titel „This Quiet Town“ und beherbergt zwölf Songs, die emotionale Berg- und Talfahrten unmissverständlich nachzeichnen. Etwas nachdenklicher als das selbstbetitelte Debüt endet jede Fahrt auf diesem neuen Album aber doch immer wieder oben, auf der Spitze des Hoffnungsvollen. Das ist smarter Austro-Britpop, der manchmal am Herzschmerzschmalz kratzt, aber dann doch stets die Kurve zum Guten bekommt und sich damit in der Übergangsphase zwischen Sommer und Herbst sehr gut anfühlt. (Björn Bauermeister)

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