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Make Good Areas Disturbed

Vito - Make Good Areas Disturbed

Redaktionswertung: 
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Das Spiel mit den Extremen

Fünf Herren aus Cardiff zelebrieren die Extreme. Zwischen Talk Talk und Godspeed You! Black Emperor werden Freunde sowohl leiser als auch lauter Klänge ihr Gefallen finden.

„All you have to do is: listen!” sagt die sterile Männerstimme zu Beginn dieses Albums. Und Recht hat der Herr. Ein Schlagzeugbeat, der an alte Talk Talk-Stücke erinnert, eine Mogwai-Gitarre im Dauerloop und ein Gesang, der Mark Hollis beängstigend nahe kommt. Du hörst zu, gleitest in die Ruhe und Größe dieser Songs, wirst mitgerissen und herauskatapultiert, wenn die Tretminen gezündet werden. Sicher, das ist das Zelebrieren des altbewährten Laut-Leise-Stilmittels. Aber es funktioniert blendend. Weitere Referenzen, die diese Vito’schen Extreme umschreiben: Sigur Ros und Explosions In The Sky. „Make Good Areas Disturbed“ ist das Debütalbum des Quintetts aus Cardiff und frisch auf dem Sophia-Label Flower Shop Recordings erschienen. Jüngst waren sie, Sophia und Vito, auch gemeinsam hierzulande unterwegs. Wer das erleben durfte, wird nun wissen, wie intensiv Musik sein kann. Derartige Intensität auf einen Tonträger zu bannen, ist sicherlich eine der härtesten Aufgaben ambitionierter Musiker. Auch Vito haben diese Aufgabe nicht ganz meistern können – aber: sie sind nur haarscharf daran vorbeigeschliddert. Zum Ende der Platte ist sie wieder da, diese sterile Männerstimme und erzählt das, was man am eigenen Ohr bereits erfahren hat: Einfach fallen lassen und zuhören - Wohlgefallen stellt sich sofort ganz von selbst ein. (bb)

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