Whistleblower

Vladislav Delay - Whistleblower

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Vor zehn Jahren erschien die erste Vladilav Delay-EP. Seitdem ist der Finne Sasu Ripatti als Ambient-Producer und unter seinem zweiten Pseudonym Luomo auch in der House-Szene zu einer festen Größe geworden. Sein neues Album untermauert diesen Status.

Es gibt nicht viele Ambient-Producer, die ihren Tracks eine Dichte verleihen, der man sich nur schwer entziehen kann. Das neue Vladislav-Delay-Album „Whistleblower“ lässt sich nicht auf Hintergundbeschallung reduzieren. Es zieht einen mit, umschlingt mit seiner Langsamkeit und seiner dubbigen Tiefe. Sofern man überhaupt von Eingängigkeit sprechen kann, so dürften diese sieben neue Stücke am direktesten einen Zugang gewähren. Sie folgen einer klaren Dramaturgie, verstören trotz experimenteller Note selten mit dissonanten Momenten. Natürlich ist dies kein Pop-Album, die Tracks nehmen sich mit durchschnittlich zehn Minuten den Platz, den sie benötigen, um sich in ihrer Breite zu entfalten. Dennoch wirken sie wie bereits angedeutet nicht ausufernd oder langatmig. Cineastische Züge lassen sich rein interpretieren, eine unterkühlte Atmosphäre ebenfalls. Nach dem etwas untergegangenen, nichtsdestotrotz hervorragenden, Luomo-Album vom letzten Jahr, ist „Whistleblower“ ein weiterer Beweis für Sasu Ripattis Ausnahmestatus im weit gefassten Bereich der elektronischen Musik. (jw)

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