Album

Tromatic Reflexxions

Von Südenfed - Tromatic Reflexxions

Redaktionswertung: 
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Den Club fluten

Von Südenfed sind Mark E. Smith von The Fall mit Jan Werner und Andi Toma von Mouse on Mars. Was zunächst wie eine merkwürdige Kombination anmutet, verdichtet sich auf Platte zu weitaus mehr als der Summe seiner einzelnen Teile.

Schon der Albumopener "Fledermaus Can`t Get It" zündet sofort mit enormer Schubkraft und macht klar, wohin die Reise gehen soll. Sie geht nicht in die Vergangenheit, sondern schnurstracks geradeaus in die Zukunft. Bei Von Südenfed handelt es sich eben nicht um ein Alterswerk von The Fall, wo das Underground-Urgestein Smith seit über 30 Jahren auf unnachahmlich schnodderige Weise den Ton angibt und es handelt sich auch nicht nur um einen Produzentenjob der Elektroniktüftler aus Düsseldorf. Von Südenfed ist eine richtige Rockband, die elektronische Instrumente benutzt und die sich im Studio offenbar derart gut ergänzt hat, dass das Beste aus beiden musikalischen Welten auf Platte zu finden ist, aber darüber hinaus auch eine ganz neue Dynamik entsteht. Da ist das Verspielte, Vertrackte von Mouse on Mars und da ist der typisch nörgelnde Gesang von Mark E. Smith. Aber da ist auch eine in dieser Form unerwartete Energie und Vorwärtsdrang, die beiden Seiten ausgesprochen gut steht. Es scheint fast so, als habe man die Platte live eingespielt, sie klingt roh, dreckig und funky und hat zumindest auf der ersten Hälfte Biss, während die zweite Hälfte dann etwas mehr in Richtung lustige Jam-Session abdriftet. Das hat man in der Form von beiden Seiten noch nicht gehört und genau das macht die Sache so spannend. Besonders gespannt sein darf man wohl auf die ersten Live-Termine im Festivalsommer 2007 unter anderem beim Melt! Festival. (ur)

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"Eine Pfütze mitten in der Sahara"

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Ausspioniert: Von Südenfed
Was für eine Kombination: Eigenbrötler Mark E. Smith von The Fall gründet eine Band gemeinsam mit den Elektronik-Geeks von Mouse on Mars. Was zunächst eher nach experimentell-verschrobenem Alterswerk aussieht, verdichtet sich auf Platte zum wahren Tanzflächenkracher. Wir haben bei Jan Werner nachgefragt.

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