Album

Anachronie

Wælder - Anachronie

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Flimmern zwischen Dubstep und Pop

Die Musik des Duos aus Berlin und Wien flimmert zwischen den Fronten. Wunderschön filigrane Figuren zwischen Pop und Dubstep, zwischen Track und Song, zwischen Experiment und Melodie. Freunde von James Blake und Mount Kimbie aufgehorcht!

HInter dem Projekt Wælder stecken Moritz Nahold und Jan Preissler aus Berlin und Wien. Die beiden sind in der Musikszene keine Unbekannten. Ein Filmchen hier und eine Theatermusik da neben diversen Ensembles, das zeugt von reger Aktivität.

Die Electronica von Wælder oszilliert zwischen Ambient, Post-Dubstep und Pop, sie schrammt an weirdem Folk und LoFi und klingt dabei so organisch, dass man sie atmen hören kann. Ihre Beats und Synthies bauen Landschaften aus schroffen Felsen und moosigem Grund, auf denen es wimmelt und kriecht – feuchtwarm, magisch, eigenartig und harmonisch wie das Leben selbst. Obskure Samples, Stimmen, Field Recordings, genauso wie zahllose Instrumente.

Der Albumtitel "Anachronie" lehnt an eine  literarische Erzähltechnik an. Ereignisse werden nicht in ihrer chronologischen Ordnung erzählt. Wovon erzählt das Album also überhaupt? In den Stücken geht es einerseits um ganz einfache und schöne Bilder und Assoziationen, mit Farben z.B. "Gruen". Andere Songs zeigen Abgründe "Maoi" etwa - so lautet auch die Abkürzung der Klasse der Antidepressiva, die in den 1950er Jahren erstmals kommerziell vermarktet wurde. Das Konzept des Albums ist es, keine starre Erzählung vorzugeben, sondern Räume zu eröffnen, um hier und da wirklich etwas für sich finden zu können.

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