Album

Boston Jerk

Wayne And Wax - Boston Jerk

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Manifest zur Hip Hop-Reggae-Beziehung

Enduro, das Label, das die Mediengruppe Telekommander entdeckte, tritt wieder als Mentor für ein herausragendes Projekt in Erscheinung. Wayne and Wax, ein eh schon toller Rapper, ist losgezogen, um die Beziehung von Hip Hop und Reggae zu untersuchen.

Und es klingt nicht ohne Grund so wissenschaftlich. Wayne Marshall, schreibt tatsächlich, als Student der Weltmusik, seine Dissertation über die kulturellen, politischen und historischen Beziehungen zwischen Hip Hop und Reggae. Er lebte dafür ein halbes Jahr auf Jamaika, und nahm neben eigenen Tracks auch unzählige Interviews, Soundscapes oder Rap-Performances von jamaikanischen Nachwuchstalenten auf. Aus diesem Material hat er eine höchst interessante Collage in Form des Albums „Boston Jerk“ zusammengestellt. Ein klassisches Album ist es nicht, „Boston Jerk“ besteht aus vielen Fragmenten, die aber dennoch einen unglaublich frischen Hip Hop-meets-Dancehall-Mix ergeben. Wayne Marshall scheint Wert darauf gelegt zu haben, dass man „Boston Jerk“ trotz des dokumentarischen und künstlerischen Aspektes auch als bouncendes Stück Hip Hop genießen kann. Veröffentlicht wurde es von Marshalls Label Wicked Wicked, in Deutschland wird es, wie bereits erwähnt, durch Enduro vertrieben und gefeatured. (jw)

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