Rise Ye Sunken Ships

We Are Augustines - Rise Ye Sunken Ships

Redaktionswertung: 
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Die drei Indierocker von We Are Augustines belegen eindrucksvoll, dass in den anorganischen Achtzigern auch kräftig gerockt wurde.

Wer im New Yorker Stadtteil Brooklyn mit Musik sein Glück versucht fährt in der Regel schwere Geschütze auf. Neben harter Rhyme-Kost und tiefergelegtem Schwermetall ist nur wenig Platz für anders Klingendes. Wer es wie Norah Jones oder Lenny Kravitz mit massentauglicherem Gut versucht, der muss schon über einen langen Atem verfügen.

Den scheinen  Billy McCarthy, Eric Sanderson und Rob Allen, alias We Are Augustines definitiv zu haben, denn das Trio durchschritt schon so manch persönliches Tal, ehe man sich im März 2012 mit dem Debüt „Rise Ye Sunken Ships“ endlich aus den tristen Fängen ihrer Heimat befreien konnte. Opulent und im Breitwandformat kommt der Indierock des Dreiers daher und erinnert nicht selten an die Born In The USA-Phase von Bruce Springsteen und an Zeiten, in denen sich Bono und Co. noch mehr mit Musik beschäftigten, als mit öffentlichkeitswirksamer Selbstdarstellung.

 

 

Songs wie „Chapel Song“, „Headlong“ oder der hymnische Antreiber „Book Of James“ schreien förmlich nach kollektivem Händeklatschen in großen Arenen. Mit jedem Vers predigt das Organ von Billy McCarthy den in Vergessenheit geratenen Rock’n’Roll-Vibe längst vergangener Tage. Der dramatisch strukturierte und mit Hang zum Bombast inszenierte Background-Sound lässt wohlige Erinnerungen bei all denen aufkommen, die vor einem Vierteljahrhundert lieber an Jim Kerrs Lippen hingen, anstatt mit Fönfrisur den „You’re My Heart, You’re My Soul“-Foxtrott aufs Parkett zu legen.

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