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Introinvasion

Wilson Jr. - Introinvasion

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Nicht neu, aber gut gemacht

Wilson Jr. ist ein Trio von Überzeugungstäter, die laut Infoblatt „lieber Brot ohne Butter essen als eine Platte zu verkaufen, die nicht so klingt wie der Sound in ihren Köpfen“. Das ist zunächst einmal äußerst respektabel.

Seit 1993 spielen die Brüder Frank und Basti Wegener aus Würzburg und der Leipziger Martin Achter zusammen in diversen Bands und Projekten. Nun legen sie unter dem Namen Wilson Jr. ihren ersten Longplayer vor. „Introinvasion“ wurde von Mario Thaler (u.a. Knöpfchendreher bei The Notwist und Sportfreunde Stiller) abgemischt und beherbergt - wiederum laut Infozettel - einen Sound, der für den deutschsprachigen Raum gänzlich neuartig ist. Ob diese Mixtur aus der musikalischen Energie alternativer Rockbands aus den USA und der textlichen Tiefe der Hamburger Schule tatsächlich so neuartig ist, sei dahingestellt, zumal Bands wie z.B. Muff Potter diese Verschmelzung schon vor geraumer Zeit hierzulande salonfähig gemacht haben. Nichtsdestotrotz kommen Wilson Jr. kraftvoll daher und haben etwas zu sagen, auch wenn „Brot ohne Butter essen“-Musik etwas anders klingt. Deutschsprachige Boy Sets Fire könnte man ruhigen Gewissens auf ihre Schublade schreiben – und damit kann man heutzutage schon Butter für das eigene Brot verdienen. Gut gemacht, respektabel und okay, aber absolut neuartig ist das nun nicht. (bb)

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