Mozart: Piano Concerto No. 20 KV 466

Wolfgang Amadeus Mozart - Mozart: Piano Concerto No. 20 KV 466

Interpret: 
Michael Rische, Klavier
Dirigent: 
Howard Griffiths
Ensemble: 
WDR Sinfonieorchester Köln
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Endgültig, überpersönlich, visionär

Es ist eines von Mozarts größten Werken: Das Klavierkonzert Nr. 20 d-moll. Gleich, ob man es nach melodischer Schönheit, nach dem Satzbau, nach innerer Geschlossenheit betrachtet, dies ist ein Werk, dessen reine Perfektion einen immer wieder staunen läßt, egal, wie oft man es sich anhört.

Das berühmte Zitat, das Joseph Haydn zu dessen Vater Leopold über Mozart sagte - "Ich sage ihnen vor Gott als ein ehrlicher Mann: Ihr Sohn ist der größte Komponist, den ich von Person und dem Namen nach kenne" - es wurde nach der Uraufführung dieses Werkes geäußert!

Pianist Michael Rische findet in seinen eigenen Linernotes beredte Worte, die die Einmaligkeit dieses Musikstückes einfangen: "Hier gibt es keinerlei Hinweise auf Konvention, auf Zugeständnisse an Zeitgeist und ans Wiener Publikum. Hier, wie auch im Don Giovanni, dem Klarinettenkonzert und dem Requiem, offenbart sich auf eindringliche Weise das Gesetz, nach dem er angetreten ist: Denn hier spricht Mozart mit sich selbst: Endgültig, überpersönlich, visionär.

Unser Hörbeispiel: Der langsame Mittelsatz.

Übrigens: Eine Besonderheit, die die vorliegende Aufnahme wohl von allen anderen unterscheidet, ist der Umgang des Pianisten mit den Kadenzen (das sind die semi-improvisierten Soloparts, die Mozart häufig für die Mittelteile seiner Konzertsätze eingeplant hat). Mozarts eigene Kadenzen zu KV 466 sind verschollen. Statt nun je eine der zahlreichen Kadenzen, die andere Komponisten für das Werk geschaffen haben, auszuwählen hat Michael Rische seine eigenen komponiert und integriert. Und zusätzlich die berühmtesten bereits existierenden Versionen aufgenommen. Als Hörer hat man jetzt die via Programmtaste die Wahl, ob man die einzelnen Sätze zum Beispiel mit Kadenzen von Beethoven (die einzigen Kadenzen, die Beethoven überhaupt geschrieben hat!), Brahms, Busoni oder Clara Schumann hören möchte.

1 CD, ca. 56 Minuten

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