Album

The Meadowlands

The Wrens - The Meadowlands

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Sanft aus der Melancholie schieben

"I`m nowhere near what I dreamed I`d be." Enttäuschung und Erschöpfung stehen am Anfang des dritten Albums der Wrens, haben die Band recht fest im Griff. Dennoch wächst "The Meadowlands" dank nie schlafender Leidenschaft schnell über Frust hinaus.

"Secaucus", das letzte Album der Wrens, erschien 1996 und läutete etwas ein, das immer mehr nach dem Ende der Wrens aussah. Nach einer Absage an millionenschwere Interessenten fand sich die Band ohne Label im Promoniemandsland wieder, erlebte in der Folge diverse Enttäuschungen, sah sich betrogen und vertröstet. "...but then once in a while we`ll play a show then it makes it worthwhile". Die Hoffnung blieb, doch es dauerte trotzdem sieben Jahre bis zum Erscheinen von "The Meadowlands", weitere zwei für den Schritt nach Europa. Endlich kommt man also auch hier in den Genuss dieses schönen Albums, all seiner Enttäuschungen und Hoffnungsschimmer. Das Ungestüm der Neunziger hat der durchdachten Zurückhaltung der Mittdreißiger Platz gemacht und so manchen sanft aus der Melancholie schiebenden Hit geschrieben. Immer wieder geht es dabei - neben Sex, den Grüßen verschwundener Lieben, dem Mangel an Fairness allgemein, der Frage nach dem richtigen Weg - um die Wrens an sich, um die Band und ihre Geschichte, ihre Enttäuschung und ihre Hoffnung. "This Boy Is Exhausted", aber er weiß damit immer zu bezaubern. Anders heute als früher, doch noch immer durch und durch. (sc)

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